#20 Zum Waldviertler Sepp // Schrems (NÖ)

Ein Tag in Schrems prophezeit mir schon viel Vorfreude. Zumindest zwei Vorzeigebetriebe gibt es dort im very north end of Austria. Auf der einen Seite ist da die GEA Manufaktur des ach so von mir geschätzten Heini Staudinger. Einmal wollte ich endlich den Ort sehen, wo all meine Schuhe geboren wurden. Und gleich vis a vis der Heimstätte aller Waldviertler Schuhe befindet sich die Schremser Brauerei. Ein sehr familiärer Traditionsbetrieb, den ich endlich auch einmal aus der Nähe sehen wollte.

2019-09-28_Dobersberg14

Zwei Highlights haben die beiden Betriebe für mich parat: a) ich konnte endlich GRÜNE Waldviertler Schuhe in meiner Größe (47) ergattern und b) Der Leuchtschriftzug über dem Brauereieingang ist noch viel geiler als die Naturbiere aus Schrems. Das hat Stil und möge hoffentlich noch lange so bleiben, auch wenn dann schon der Karl Theodor jun.jun.jun.jun. das Brauzepter schwingt. Leider war Samstag nachmittag niemand mehr vor Ort und wir mussten uns irgendwo im Ort ein Lokal suchen, wo wir lokales Bier aus der Schremser Brauerei trinken konnten … und der Hunger hat uns natürlich auch vorangetrieben.

2019-09-28_Dobersberg20

Die Angst, dass wir Samstags um etwa 15.00 Uhr hier im nördlichen Waldviertel noch geöffnete Essensabgabestellen finden würden wurde uns bald genommen. Als wir zum zweiten Mal beim Gasthof Trinkl, auch “Zum Waldviertler Sepp” genannt vorbeikurvten haben wir einfach angerufen, ob die Küche noch warm sei. Etwa zwei Minuten nach dem JA standen wir schon im Gastraum. Und wir waren nichtmal die einzigen.

2019-09-28_Dobersberg16.JPG

Für mich war die Entscheidung eine einfache: Waldviertler Sepp Cordon gefüllt mit Frühstücks-Speck, Chili-Käse, Lauch und Gurkerl, dazu Erdäpfelsalat. Ich habe gebeten, mein Cordon bitte ohne Gurkerl zu füllen, das hat man mit Wohlgefallen aufgenommen und befolgt. Und das machte Sinn: Für mich war diese Speise beileibe das beste Cordon Bleu, das ich seit langem verzehren durfte: Die Panade war schon mit Kürbis- und Pinienkernen bereichert, der Speck und vor allem der Käse (Chili schmeckte ich nicht – aber es war großartig) machten diese Hauptspeise zu einem Genuss.

Ich muss gestehen, daß ich verabsäumt habe, mir den Preis zu merken. Es dürfte irgendetwas um die 12 Euro gewesen sein, ich weiss aber noch, dass ich es als durchaus wertig und passend empfunden habe. Ich war begeistert und auch meine Freundin drohte der freundlichen Wirtin: “Wir kommen sicher wieder!”

2019-09-28_Dobersberg19.JPG

Neben dem klassischen Schremser Bier gibt es auch ein (laut Wirtsleuten) extra für sie gebrautes Bier, dass sich sogar mit dem Namen der Patronin schmückte: Dunkel und sehr süffig. I LIKE IT. Alleine wegen des Waldviertler Sepp Cordon werden wir wieder kommen in unseren Waldviertler Schuhen und uns auch über das Schremser Bier freuen! Das hier auch Weinkultur hochgehalten wird, zeigt uns diese Seite (Achtung Sehr Bunt!)

Zum Waldviertler Sepp //Trinkl Maria

Schulgasse 5 Schrems 3943

 

 

#18 Gasthaus Lichtenstöger // Wien-Atzgersdorf

Das Gasthaus Lichtenstöger in Atzgersdorf ist ein klassisches Wiener Grätzelwirtshaus. Obwohl ich seit nunmehr 50 Jahren im Bezirk wohne, ist es mir erst vor kurzem aufgefallen. Liegt wohl daran, dass es an keiner Durchzugsstrasse liegt. Dabei habe ich da durchaus etwas versäumt, wird hier doch klassische, bodenständige Wiener Küche angeboten. Zu einem absolut fairen Preis.

Die Karte ist sehr vielfältig, saisonal wurden aktuell diverse Pilzgerichte angeboten, klarerweise habe ich mich in unserer Runde für das Cordon Bleu entschieden. Standardmäßig kommt es mit einem gemischten Salat um € 9,10 aus der Küche, ich hab die Beilage aber (ohne Aufpreis) zu Bratkartoffeln ändern können.

IMG_0278

Es kam nach etwa 20 Minuten eine wirklich schöne Portion, die Panier im idealen Bräunungsgrad und gut abgetropft. Laut Speisekarte bezieht die Küche das Fleisch für alle Gerichte vom Fleischhauer Hödl in der nahen Breitenfurterstrasse. Der Betrieb ist der letzte Fleischermeister, der in Wien noch selber schlachtet, für seine Qualität bei vielen Spitzenbetrieben sehr gefragt.

Der Käse ist gar sehr leicht geronnen, mutete fast wie so eine Schmelzkäsescheibe an. Auf die Frage, was denn da für ein Käse verwendet wurde, wollte der Kellner in der Küche nachfragen, die Antwort ist leider nie gekommen.

IMG_0280

Insgesamt hat das Cordon Bleu aber gut gemundet und gehört in seiner Qualität im Rahmen der bisherigen Tests wohl in das oberste Drittel der Güteklasse.

Sehr schön übrigens der Gastgarten, ist – wenn man die lokalen Heurigenbetriebe ausnimmt – wohl einer der schönsten im 23.Bezirk. Sehr angenehm übrigens, daß vom Fass auch das Bier der lokalen Atzgersdorfer Brauerei 100 Blumen ausgeschenkt wird. Standard sind übrigens die Biere aus Ottakring.

IMG_0275

Klostermanngasse 14
1230 Wien
Telefon: 01/ 869 86 51

#16 Gasthaus Koci // Wien-Inzersdorf

IMG_1057

Eigentlich war es eher ein Zufall. Businessmeeting mit lieben Kollegen in der Vorstadt. Insgeheim habe ich natürlich auf ein Cordon Bleu auf der Karte gehofft. Aber dass sie Mittags als Menü sogar ein Cordon Bleu anbieten, war eine Überraschung:

IMG_1055.JPG

Das Cordon Bleu Menü (hier schreiben sie Gordon Blue ..eh lustig) kostet mit der Suppe gemeinsam nur € 7,20. Vier Personen an unserem Vierertisch haben sich für dieses Menü entschieden. Cordon Bleu Quote 100%. Eh klar, mein Tisch!

Was übrigens hier in Inzersdorf überrascht: Das Lokal ist bummvoll. Mittwoch mittags um 13.00 Uhr hätte es in dem wahrlich grossen Gasthaus keinen Platz gegeben, hätte mein Kollege nicht zuvor reserviert. Und das obwohl es ein Raucherlokal ist! ….oder vielleicht gerade deswegen? Naja, ich denke die Gäste mögen die bodenständige Küche, das flinke und freundliche Service. Und viel mehr gibt es in dieser Umgebung ja auch gar nicht. Ein Wunder eigentlich, daß das Gasthaus Koci einige Zeit geschlossen hatte, bis sich 2017 neue Betreiber gefunden haben.

IMG_1058.JPG

Die Art und Weise, wie das Gericht an den Tisch gekommen ist, hat mir aber alle Träume genommen. Zu lange frittierte Convenience-Kartoffelformstangerl aka Pommes. Ein (für ein Menü durchaus großer gefüllter Bröselfetzen) und darüber lieblos eine Viertelzitrone und zwei Alupackungen Ketchup uraufgeschmissen. Zu den Pommes brauch ich nicht viel sagen, da würde man sich wirklich eine feine handwerkliche und geschmackige Beilage wünschen, die man sich nicht durch Ketchup schönwürzen muss. Das Cordon selber war fein und hat selbstgemacht gewirkt. Fein mit Schinken und würzigem Käse gefüllt. A la Carte wäre ich wohl enttäuscht gewesen, zum Menüpreis von € 7,20 im schnellen Mittagsgeschäft sollte ich vielleicht nicht jammern.

Gasthaus Koci, Draschestrasse 81, A-1230 Wien

#13 Gösser Bräu // Graz

Nun ja, es ist gut, wenn man überall im Land Connaisseure sitzen hat, die einen mit Tipps vor Ort versorgen. So hörten wir, dass es im Gösser Bräu die besten Cordon Bleus von Graz geben soll. Aber wir glauben ja nicht alles und testen lieber selber:DSC02944.jpg

Schon vor dem Eingang wurden wir darauf aufmerksam gemacht, daß es hier nur rein steirisches Schnitzel gibt, dass dies auch auf die doppelte, gefüllte Portion zutrifft, davon gehen wir aus.

IMG_0756Durch ein Magazin für die Gäste, das schon vor der Tür den Gast anlächelt und am Tisch vom Kellner herbeigetragen wird, erfahren wir, dass es sich bei dem Braugasthof um einen Teil der Systemgastronomie der Familie Grossauer handelt. Aufgeteilt auf die diversen Familienmitglieder ordnen sich Gastronomiebetriebe wie das Gösser Bräu, das El Gaucho (mittlerweile in Graz, Wien, Baden, München) , SkyBar, Glöckl Bräu und ab März dieses Jahre auch noch das Streets in der Waagner-Biro-Strasse. Und wie letzteres verlautet: “Famous Food and Drinks”. Aber darum geht es ja hier gar nicht. Ein Cordon Bleu kann beim ambitionierten Systemgastronomen ja auch genauso gut schmecken wie beim traditionellen Wirten am Eck. Um das herauszufinden, sind wir ja da.

DSC02947.jpg

Auweia und da kommt es ja auch schon. Ich muss gestehen, dass ich ob der Bierauswahl etwas desperat war. Hier in Graz gibt es doch schon viele Lokale, die Biere aus kleinen handwerklichen Brauereien wie Forstner, Alefried, Gratzer oder auch Bevog führen. Aber ein Gösser? Ich hatte Glück. Saisonal gab es einen Gösser Bock vom Fass, ein etwas stärker eingebrautes Spezialbier, das aber in diesem Kontext durchaus viel Spass machte.

DSC02949.jpg

Das Cordon Bleu um € 13,60 (Erinnert ihr euch noch? Das sind 200 Schilling) ist nach der Suppe recht rasch gekommen und hat von seiner Größe neben den Petersilerdäpfeln nicht enttäuscht. Aber es geht hier ja nicht um Quantität sondern um Qualität und da konnte das Gösser Bräu in Graz schon punkten. Der Speisekarte kann man die Herkunft mancher verwendeter Produkte entnehmen. So kommt das Schweinefleisch vom Kräuterschwein von Jaga’s Steirerei. Die freundliche Bedienung ist auf meine Frage ob der Füllung schon bald mit der Antwort gekommen: “Das Cordon Bleu ist mit Saunaschinken und Emmentaler gefüllt!” Eine gute Kombination. Denn dieses Cordon war geschmacklich ein Highlight. Erst 30 Minuten nach meiner Ankuft hab ich bemerkt, daß ich im Raucherbereich sitze – kurzfristig ein Schreck, überrascht, dass es sowas noch gibt – über die nächste Stunde trotz regen Betriebes nicht wirklich ein Problem.

Ohne jemals ein anderes Cordon Bleu in Graz gegessen zu haben, mag ich dieses auf den Thron heben! Einsprüche? Gerne.

Gösser Bräu Neutorgasse 48, 8010 Graz

#12 Wieden Bräu // Wien-Wieden

Das Wieden Bräu ist ein großartiges Bierlokal. Es bedient die große Masse der an helles Gebräu gewohnten Biertrinker, die es schon besonders finden, wenn ein Lokal Bier selber braut. Durch das Engagement des bayrischen Brauers finden aber auch monatliche Spezialbiere den Weg in die Tanks und die Gläser der Gäste. Aber auch das Gebackene auf der Wieden kann sich essen lassen.

Zumindest einmal im Monat muss ich im Wieden Bräu vorbeischauen. Denn zwölf Mal im Jahr kommt ein tolles Spezialbier von Braumeister Bernd Kistler an die Hähne. Nun, kurz nach Weihnachten ist es das “Winter in Orange” ein sehr stark gehopftes Spezialbier, das mit seinen 6% Alkohol schon fast ein klassisches Bockbier ist. Seine dunkle, eigentliche orange Farbe, gibt wohl auch den an einen Markus Rosenmüller-Film angelehnten Biernamen. Aber eigentlich sind wir ja heute auch wegen dem Cordon Bleu da. Normalerweise findet sich in der Wochenkarte bei den Wieden Bräu Angeboten immer eine abgeänderte Version des Klassikers. Diese Woche leider nicht, darum greifen wir auf den immer angebotenen Standard aus der Karte zurück: Einem Toscana-Cordon Bleu.

IMG_0721

Ich muss gestehen, ob meiner Bierliebhaberei komme ich um 15.30, denn bis 16.00 Uhr gilt hier die Happy Hour für Biere und für die Halbe Bockbier zahle ich gerade € 2,40 (also den halben Preis). Das Cordon Bleu kostet mit € 11,50 inklusive Erdäpfelsalat zwar genausoviel wie immer, ist aber zu dieser Uhrzeit besonders schnell da. Gut so, denn ich bin hungrig. Die wöchentlichen Spezial-Cordon Bleu-Variationen schätze ich sehr, variiere auch immer mit den Beilagen (Kartoffelsalat, Mayonnaisekartoffelsalat, Bratkartoffel oder gemischter Salat), aber mit dem Toskanischen Cordon Bleu bin ich nicht ganz glücklich. Es ist mit Rohschinken und Mozzarella gefüllt. Rohschinken ist roh und alleine für mich ein Highlight, in Kombination mit anderem Fleisch aber nicht immer unbedingt ein Bringer. Mit dem Kalbfleisch beim Saltimbocca a la Romana harmonisiert es gut, vor allem, wenn man es erwartet. Im Cordon Bleu kommt es nicht so gut. Der bekannte Geschmack von rohem Schinken gibt dem Schweinefleisch einen Geschmack, der eher an einen Fehler beim Fleisch erinnert.

IMG_0719

Die Portionen hier sind groß, das Lokal (auch mit dem sommerlichen Garten) so groß, daß man durchaus sagen kann, hier wird in Menge produziert. Das Lokal, daß wohl seit seiner Öffnung in den frühen 1990er Jahren kaum verändert wurde, entspricht auch optisch dem, was man damals als die klassische Gasthausbrauerei angesehen hat. Viel Holz, einiges Kupfer – in Anlehnung an die Braukesseln – und eine Karte die alles bietet, was man früher klassisch zu gutem Bier empfohlen hat. Etwas überflüssig sind aber die vielen übergrossen Bilder an den Wänden, die die Speisen abbilden. Ich sitze nicht gerne unter einem 1 m breitem Schnitzel im Bilderrahmen oder einem 1,2 m Spare Ribs Teller.

Den meisten Gästen aber ist das egal, sie lieben die üppigen, deftigen Speisen und die wirklich guten Biere. Und das zu Recht.

 

Wieden Bräu – Gastronomie mit Pfiff BetriebsgmbH
Waageasse 5, 1040 Wien  Tel.: 01 / 586 0 300

#11 Heuriger Jezek // Perchtoldsdorf

Jetzt mag ich bei dieser Cordon Bleu-Verabreichung nicht päpstlicher als der Papst sein, denn der Wirt – das muss ich hier mal ganz locker rausposaunen – ist mit mir zur Schule gegangen, seine Schwester sogar in die selbe Klasse mit mir.

Beim Jezek in Perchtoldsdorf bin ich oft, aber in alter Heurigentradition esse ich zumeist ein vorzügliches Subschnitzel, heute hab ich mir vom Buffet aber mal ein Cordon Bleu bringen lassen. Auf der Rechnung war es nicht erkenntlich, aber an Geschmack und Konsistenz sofort: Es war ein Hühner Cordon Bleu. Von meinem persönlichen Empfinden also eh gleich mal paar Abzugspunkte.

IMG_0592

An der Portion kann man nicht meckern. Die Garnitur – sagen wir mal – originell: Warum auch immer, ist am Teller eine Dosenaprikose gelegen. Für mich genauso entbehrlich wie Preiselbeeren. Aber man muss auch sagen, ich hab es nicht selber geordert, sondern vom Buffet mitnehmen lassen. Denn bei einem Perchtoldsdorfer Heurigen muss man das  Essen eben holen. Eigentlich kein Problem. Mit € 9,50 für ein Cordon Bleu ohne Beilagen dann vielleicht wieder etwas überteuert. Und es hatte einige Abstriche – vor allem war es viel zu trocken.

Gut, mit einem gescheiten Weissburgunder – beim Jezek gibt es feine Weine – kann man das mit “zu trocken” gut ausgleichen, alleinstehend ist diese Speise für mich kein Favorit.

Weinbau Jezek

2380 Perchtoldsdorf,  Ambros Ríedergasse 18

 

#10 Irish Style Cordon Bleu // Wien-Erdberg

Ich mag schon sagen, daß mich mit dem Standort am Rennweg viele Erinnerungen verbinden. Als Peter Ohrfandl diesen Platz auf der Route zwischen Innenstadt und Zentralfriedhof vor etwa 18 Jahren als O’Peters Old Oak eröffnete, bin ich öfters dort gewesen. Der Guinness-Euphorie des Patron standen damals die gestandenen Landstrasser Trinker an der Grenze zu Simmering gegenüber und es war zum Teil äusserst skurril, diese Mischung an der Bar zu beobachten. Und irgendwie hab ich mich als bekennender Starkbiertrinker dort auch recht wohl gefühlt.

Jahre später hat ein anderes Urgestein der Wiener Irish-Pub-Szene das Lokal gekauft und in eine komplett andere gastronomische Richtung gesteuert. David O’Connor (ob dieses Namens von den meisten Doc genannt) wollte stärkere kulinarische Akzente setzen. Und gerade in dem Moment, wo auch das Charlie P’s plötzlich von Fish’n Chips, Burger & Fries auf irische Gourmetküche umschwenkte war Doc mit diesem Konzept ganz vorne mit dabei. Da hat natürlich Gaz Smith einen Riesenanteil, er schupfte die Küche am Rennweg. Leider ist er schon vor fast 2 Jahren heim nach Dublin, aber die Küche im O’Connors ist nach wie vor auf hohem Niveau.

IMG_0034

Das es das O’Connors aber in die Cordon Bleu Listung schafft, hat vor allem damit zu tun, daß es auch immer wieder im Rahmen des Mittagsmenüs angeboten wird. Mit einer guten Suppe (im aktuellen Fall war das eine sehr gut gewürzte Karfiolcremesuppe mit hausgemachten Brot) kostet das Menü mittags nur € 8,5 und wird von Arbeitern und benachbarten Studenten gerne angenommen.

IMG_0036

Klar hatte ich mir um diesen Preis eine etwas kleinere Portion vorgestellt, was gekommen ist, hat mich dennoch sehr überrascht. Das war ein richtig großes Cordon Bleu, das Schweinefleisch gut geklopft, von der Panier genau am Punkt frittiert oder gebacken. Der Hammer dazu der handgeschnitzte Kartoffelsalat mit Kräutern, der vielleicht lauwarm noch eine Spur passender gewesen wäre, aber auch in der kalten Version ein Gewinn gegen die vielen Convience-Erdäpfelsalate, die man in großen Teilen der Gastronomie vorgesetzt bekommt (Im Kopf hab ich bei diesem Gedanken immer mehr Zwiebel als Erdäpfel).

IMG_0038

Obwohl optisch natürlich schon sehr schön, ist der irische Cheddar als Füllung etwas geschmacklos, auch den Schinken könnte ich mir etwas g’schmackiger vorstellen. Aber im grossen und ganzen – und insbesondere um den Menüpreis von € 8,50 – war der Besuch im O’Connors wieder eine Bereicherung und jeden panierten Bissen wert.

O’Connors  Rennweg 95/2/1 – Vienna, Austria