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#14 Buzihütte // Innsbruck

Wenn man in die Tiroler Landeshauptstadt kommt, ist es gar nicht so einfach, Gerichte nach österreichischer Tradition zu finden. Dominiert wird die Stadt am Inn vor allem vom italienischen Einschlag. Aber wir haben uns vorab informiert und sind auf einige Lokale gestossen, die unser besonderes Interesse geweckt haben.

Unser Taxifahrer hat etwas verwundert geschaut, als wir ihn vom Zentrum zur Buzihütte dirigierten: “Was wolltsch denn dort?!”, war seine irritierte Frage. “Eiterbeule testen”, unsere Antwort. Denn wir haben einiges gelesen von der sogenannten Eiterbeule, die nördlich von Innsbruck in einem Gasthof am Hang angeboten wird.

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Geöffnet ist nur am Abend und wir haben vorsorglich reserviert. Für einen Eiterbeulen- und einen Schnitzelesser. Hauptsache paniert. Mit dem Taxi kostet es gerade mal runde € 10, der Blick auf die Tiroler Landeshauptstadt ist aber toll. Die Hütte hat Kultstatus, hören wir. Auch die studentischen Rodler treffen sich da gerne am Ziel ihrer Rodelpartie, um noch den richtigen Alkoholpegel zu bekommen, bevor sie sich wieder ins Herz Innsbrucks zurücklagen. Als wir kommen, ist es noch sehr leer. Keine Frage, wir sind auch die ersten.

Die Speisekarte ist sehr traditionell mit heimischen Gerichten, neben der Eiterbeule (die uns als gefülltes Schnitzel angekündigt wurde) gab es auch ein klassisches Cordon Bleu auf der Wochenkarte. Aber wir wollten dieses seltsame Ding, dessen Rezeptur laut Website ja sehr geheimgehalten wird).

Etwas überraschend sind die Beilagen, die sowohl zur Eiterbeule als auch zum Wiener Schnitzel serviert werden. Ein Gupf Reis, eine Portion saurer Kartoffelsalat und ein Tupf Krautsalat. Hmmmm. Irgendwie nicht ganz passend zu gebackenem. Der Schnitzeltyp vis a vis von mir hat quasi alle Beilagen stehen lassen, die garnierende Tomate hat er mitverspeist.

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Ich hab es probiert, aber es hat einfach nicht gepasst. Entweder den Kartoffelsalat etwas süsser gestalten oder einfach klassische Kartoffelbeilagen hätten der Eiterbeule auch gut getan.

Was aber hat die Eiterbeule gefüllt? Wir tippen auf etwas Rohschinken, Käse, Pfefferoni und etwas Paprika. Eigentlich keine schlechte Kombination. Es war aber ganz ehrlich etwas zu lange in der Pfanne. Ein Attribut, dass man beim Schnitzel nur doppelt unterstreichen konnte.

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Sehr urig übrigens der Stil der Buzihütte, die Plastikblumen und die seltsamen Tischtücher hätte ich aber gerne gegen etwas originäreres ausgetauscht.

Das richtig gute Cordon Bleu in Innsbruck werden wir noch finden. Versprochen!

Gasthaus Restaurant Buzihütte Karoline Pilz

Berchtoldshofweg 14, 6020 Innsbruck,

 

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